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Scene Wien
Auszüge einer Nacht
Lukys Bio E-Mails an LUKY:
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Hausmacht im Posthof Linz Die LUKY SCHREMPF BAND entwickelte sich im Laufe der folgenden Jahre zu den Lokalfavoriten der OÖ. Rockszene, insbesondere zur Hausmacht im Linzer Posthof. Es folgte Lukys Aufstieg zum Rockurvieh, aufgrund seines Know-hows in Sachen Potenzschwierigkeiten-Blues wurde er bald auch als "Sexprofessor" betitelt, er stieg als Blues- und Szeneoriginal unter die renommiertesten heimischen Rockmusiker auf. Es gab am laufenden Band gute Pressestimmen und die Band tourte unermüdlich mit großen Acts durch die Lande. Für Top-Bands wie Nazareth, Kinks, John Mayall, Luther Allison, Ten Years After, Alvin Lee Band und viele andere wurden die Fans in Österreich, Deutschland und der Schweiz in Stimmung gebracht. Dazu Lukys trockener Kommentar: "All diese Altstars hatten vorerst große Freude mit uns im Vorprogramm, denn die wollten unbedingt jemanden haben, der noch älter aussah, als sie selbst. Als wir aber dann so manchen Großen von der Bühne fegten, waren sie nicht mehr so begeistert." Auf jeden Fall erspielte sich das rotzige Bluesrock-Paket (mit der Stammmannschaft Auzinger, Schrempf, Schrempf) und fallweise wechselnden Bassisten und Keyboardern in den oben genannten Ländern einen sensationellen Ruf und wurden überall gerne wieder gesehen. Die Presse in Regensburg nannte Luky Schrempf einen "Altedelrocker", der die zweitausend Fans am Sarchinger Weiher einfach umgehauen hat." 1989 erschien dann das Nachfolgealbum, die sowohl von Fans und Presse sehr gut aufgenommene CD "Nie wieder 16". Darauf mein absoluter Favorit und schon mehrmals erwähnte "Potenzschwierigkeiten-Blues" und der alte Kinksheuler "Lola - Rock´n´Rolla" . Die CD wurde mit vielen Live-Auftritten an allen möglichen Orten promotet, u.a. natürlich auch wieder mehrmals im Posthof, z.B. am 21.3.1990 als Einpeitscher für TYA. Die Kritiken fielen über-drüber aus. Zum Beispiel Martin Volgger in der Tiroler Tageszeitung am 11.1.1990
(Koncertkritik Utopia Innsbruck): 1992 schoss man den Rockblues-Geheimtip "Luky Light" hinterher, eine textlich und musikalisch überzeugende Präsentation. Die LSB war hörbar gereift. Für beide Produktionen konnte man wieder Alvin Lee als Gastmusiker gewinnen. Die Titelnummer spielt auf Lukys ewiges Problem mit seinen wohl für immer und ewig problemlos hinauf schnalzenden Kilos und die vor Tourneen immer wieder verpflichtend angesagten und gefürchteten Diätkuren an. Andere Texte sind unserer Umwelt ("Interview mit Papa" und "Tod der Zeit") oder dem Verlust eines langjährigen, liebgewordenen Gefährten (die keyboardlastige Softnummer "Flockies Abgang"), der "Midlife Crisis" oder der drohenden Arbeitslosigkeit ("Des Teufels Foppa" mit Alvin Lee an der Gitarre) und natürlich den zwischengeschlechtlichen Beziehungen ("Glühend heißes Ding" wieder mit einem fetzigen Lee-Solo) gewidmet. Alle Nummern sind getragen von der oft brutalrealistisch ehrlichen Eigenständigkeit des Luky Schrempf. 1993 ging Luky erstmals SOLO und schrieb sich sein eigenes Musik - Blues - Kabarett. Daraus entstand 1994 die Solo-CD "Das Tier in mir" , mit der er wieder einmal hervorragende Kritiken erntete. 1995 folgte die (bislang) letzte CD der Luky Schrempf Band: "Bet´s für mi", mit einer Lobeshymne des Ten Years After - Bassisten Leo Lyons im CD-Cover. Auf dieser CD wurde endlich eine meiner Lieblingsnummern aus der Wild Dog - Zeit verewigt: "Da foische Blues" , der die Problematik eines Bluesmusikers in unseren Breiten aufwirft, sowie 2 andere geile Bluesnummern ("Der Zahnwehblues" und "Der Führerschein Blues"). Die letzten 3 Songs wurden mit den Schweizer Freunden Hank Shizzoe (Slidegitarre), Christoph "Lazy Duck" Müller (Piano), Giorgio Gaspare Pianzola (Bass) aufgenommen. Mit diesem von vorne bis hinten sehr stimmigen Werk hat sich Bluesopa Luky auch gebührend von seinen Studioaktivitäten mit der Hausband des Posthofs verabschiedet. 1997 fühlte der ewige Blueshaudegen dann die ersten Anzeichen eines sich nähernden Herbstes und der mittlerweile 47jährige bemerkte auch die Zeichen einer totalen Umwälzung in Sachen Jugendkultur. Sein Auge und Ohr ist ja als Hausmeister des Posthofs für diese Dinge bestens geschult. Techno, House und Hip Hop waren steilst auf dem Vormarsch und die Raves und Love Parades hielten überall die Jugend in Extase. Luky Schrempf war bereit, die Last der Verantwortung für den Rock und Blues auf die Schultern seines damals 24jährigen Sohnes Alvin zu legen und spielte daher am 22.3.1997 im Posthof unter Mitwirkung von Hank Shizzoe und von Alvin Lee mit Band als Hauptakt sein Abschiedskonzert mit der Luky Schrempf Band. Der Posthof war wieder einmal prall voll.
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