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Scene Wien
Auszüge einer Nacht
Lukys Bio E-Mails an LUKY:
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Am Samstag, den 22. März 1997 war es soweit: Jimi Hendrix ist tot, Kurt Cobain ebenso, und jetzt hat der Luky Schrempf auch noch aufgehört. Das regionale Rock-Original hat sich am Samstag im Posthof geziemend verabschiedet. Mit dem so ziemlich besten Konzert seines Bandlebens und zuletzt stand er dann auch noch mit seinem Meister aller Klassen himself, Alvin Lee, gemeinsam auf der Bühne und zelebrierte mit diesem gemeinsam seinen alten Schlachtruf, den er aber noch nie so ernst genommen hatte, wie an diesem Tag:
Und wie man an diesen herrlich schönen Fotos der Linzer Spitzenfotografin Sabine Winkler erkennen kann, kochte es an diesem Abend in der vollen Bude des Posthofs. On Stage eine furiose Band, die sich die Seele aus dem Leib spielte und sang. Und In Front ein begeistert mitfightendes und -brüllendes Publikum. So viele hoch aufgereckte Armgabeln und Victoryzeichen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Und beim "Falschen Blues" und beim "Potenzschwierigkeiten - Heit geht bei mir überhaupt nix mehr Blues" brannten die Kerzerln. Schön! Das war schon fast wie bei einem Konzert vom Oberschnulzer George Michael. Beim Konzert zeigte der wilde Hund aus Hörsching noch einmal die ganze Bandbreite seines Könnens. Mit einem Schmäh, der an der Grenze zwischen genialer Naivität und plumper Geschmacklosigkeit liegt. Witze, von denen schon einer genügen würde, um das Frauenvolksbegehren zu rechtfertigen. Zugleich aber mit solcher Inbrunst dargebrachte Rock- und Bluesnummern, bei denen man merkte: Luky Schrempf spielte nicht nur, er warf sein Herz über die Bühnenkante. Aber fad war es sowieso nie beim Luky und das hat ihn zu einer Rocklegende im Großraum Linz gemacht. Luky hat auf der Einnahmenseite ein paar hundert Leute, die er mit Fug und Recht als echte Fans bezeichnen darf. Das klingt nach lächerlich wenig, wenn man in großen Showbiz-Kategorien denkt, ist aber verdammt viel. Besonders für einen Buben aus Hörsching, dem man einst prophezeit hat, dass aus ihm nie was Gescheites werden wird. Denen hat er es mit seiner Gitarre gezeigt, heute muss er nichts mehr beweisen. Der Luky ist und bleibt "der Luky". Und außerdem hat er noch seinen Rockvirus an seinen Buben, den Alvin, erfolgreich weiter gegeben. (OÖ. Nachrichten, Ali Grasböck). Alvin "Shane" Schrempf trommelte bereits Wochen später in Cannes (19.4.1997) und den Beneluxländern mit Luky´s großem, unnachahmlichen Idol, dem Woodstock-Star Alvin Lee. Er war auch gerade jetzt wieder mit Lee in Frankreich und Skandinavien.
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